Samstag, 22. August 2009

158 Athleten treten demächst für Deutschland an!

Wo denn? Na, bei den Deaflympics vom 05.September bis zum 19. September 2009 in Taipeh (China).

Ingesamt summieren sich die Athleten auf 2672 Personen aus 79 Ländern.

Ich weiß noch genau, wie ich bei der Eröffnungsfeier der Paralympics den Untertitel gelesen habe:"Das amerikanische Team ist das größte Aufgebot bei den jetzigen Paralympics."
Beim Lesen dieser Zeilen dachte ich mir folgendes: "Kein Wunder, da sind bestimmt viele aus dem Irakkrieg dabei."

Keine 5 Sekunden nach meinem Gedankengang sagte der Untertitler, dass jeder 4. aus dem amerikanischen Team ein Kriegsveteran seie und das das amerikanische Militär ein eigenes Paralympics hat für seine Soldaten.

Wie makaber. "Dir fehlt ja jetzt das Bein/der Arm/das Augenlicht, aber hey, du kanst ja jetzt bei den Paralympics für dein Land antreten!" Auf der anderen Seite bietet das Paralympcis-Programm das amerikanischen Militärs den Soldaten eine Chance den Lebensmut wieder zu finden, trotzdem ist es makaber, oder?

Zurück zu den Deaflympics: Gehörlose treten bei den Paralympics nicht an, da sie eher kommunikationsbehindert sind als körperbehindert sind im Gegensatz zu den anderen Athleten dort.

Bei den USA treten 144 Athleten an, interessant wäre es herauszufinden, wieviele davon wirkliche Gehörlose sind mit eben dieser Identität und welche davon Ertaubte/Schwerhörige aus dem Irakkrieg. Das amerikanische Verteidigungsministerium finanziert Tinnitusforschung mit bis zu 40 Millionen Dollar.

Von den 79 Ländern treten außer Deutschland und den USA nur noch Chinese Taipei mit 138 Athleten, Japan mit 154 Athleten, Russland mit 225 Athleten und die Ukraine mit 147 Athleten mit einem ähnlich großen Teilnehmerfeld an. Einen genauen Überblick gibt es hier:


Ich bin gespannt, ob in den Medien darüber berichtet werden wird - über die Olympischen Spiele der Gehörlosen!

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