Samstag, 5. September 2009

Artikel in der SZ über Christoph Bischlager!

Aktuell habe ich grad einen Bericht über Christoph Bischlager, den amtierenden gehörlosen Weltmeister der Zehnkämpfer gefunden, leider liegt mir nicht der ganze Artikel vor.

http://www.sueddeutsche.de/K5538d/3035806/Hohe-Ziele-in-Taipeh.html

Nett geschrieben, aber leider mit einiger Unkenntnis, auch wenn mir nicht der ganze Artikel vorliegt, denn der Satz hier entblößt die ganze Unkenntnis:

"Er kommuniziert mit seinem Trainingspartner Manuel Rapp mit Hilfe der Gebärdensprache. Oder sie erklären sich einfach gegenseitig die Hürdentechnik, indem sie sie sich vormachen. Wenn sie sich unterhalten, schauen sie sich nicht in die Augen, sondern auf die Hände."

Falsch. Gehörlose schauen sich absolut IMMER in die Augen während einer Unterhaltung. Fehlt der Sichtkontakt, wird das als eine Störung des Gesprächs empfunden bzw. als Zeichen, dass der andere ihm nicht zuhört. Auch ist das Mundbild und die Mimik ein unabdingbares Instrument der Gebärdensprache. Die Aufrechthaltung des Augenkontakts während einem Gespräch mit einem Gehörlosen ist für einen Hörenden am Anfang etwas verwirrend, aber es ist eine wertvolle Hilfe für den Gehörlosen zu wissen, ob man seinem Gespräch folgt.

Schade, dass die Medienschaffenden so unwissend sind oder nicht genau beobachten/recherchieren.

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