Montag, 28. September 2009

Kleine Urlaubsanekdote aus der Dom. Rep!

Mein Virus bestand darin, dass ich Bauchweh hatte und ich bei jedem Versuch Flüssigkeit zu mir zu nehmen kotzen musste.

Angefangen hatte die Krankheit aber schon im in der Wartehalle in Paris. Hätte die dämliche Air France net die glorreiche Idee gehabt streiken zu müssen, wäre ich erst gar nicht krank geworden. Halsweh, Kopfweh und Schuettelfrost den ganzen Flug über.

Keine gute Sache und an Schlaf war kaum zu denken. Und wenn doch, dann träumte ich ständig das gleiche in einer Endlossschleife. Und es waren nicht mal besonders schöne Träume. "Und taeglich grüßt das Murmeltier!"

In der Dom Rep. angekommen war ich die einzige die mit einer dicken bunten Wollstrickjacke rumlief. Sehr exotisch, aber mir war hundeelend.

Es folgte eine endlos scheinende Nacht mit noch mehr träumenden Endlosschleifen.
Am nächsten Morgen hatte ich Bauchkrämpfe, als wuerden meine Eingeweide sich ständig verknoten und entknoten, aber bisher kam noch nix.

Dann war Arztbesuch angesagt. Sehr junger Arzt. Gutaussehend. Sehr vorsichtig. Er hat mir eine Spritze in den Allerwertesten verpasst. Kurz davor hat er mich gefragt wie alt ich bin. Als ich sagte, ich seie 27, war ihm das Erstaunen doch deutlich anzumerken und er sagte auch, dass ich viel jünger aussehen wuerde.

Die Spritze hat ein paar Stunden gewirkt. Ich verliess kurz das Arztzimmer, um was zu trinken. Grosser Fehler. Ganz grosser Fehler, obwohl lebensnotwendig. Ich begann im Arztzimmer zu würgen und geistesgegenwärtig hielt mir der junge, liebenswürdige Arzt den Papierkorb entgegen. Habe ich schon erwähnt, dass er gut aussah?
Ich kotzte weissen Schaum. Ich kam mir vor wie eine tollwuetige Huendin.

Nach dem Kotzen ging es mir besser und Tabletten bekam ich mit auf den Weg...

War damit das Ende der Kotzerei angesagt? Schön wäre es gewesen! Ich lag also im Bett und schwitzte die Laken voll und fing bei jeder Flüssigkeitsaufnahme an zu weißen Schaum zu kotzen. Am nächsten Tag gestellte sich noch Sprühnebeldurchfall allererster Güteklasse und noch dazu hatte ich fast 40° Grad Fieber. Im Krankenhaus wurde mir dann von einer Schwester der Zugang gelegt und der Klinikarzt war ebenfalls überrascht über mein Alter - er scherzte, dass er den Kinderarzt schon holen wollte. ;-) Außerdem hätte ich schöne Augen. *hihi*

Ich lag dann in einem Einzelzimmer und mußte irgendwann dringend aufs Klo, der Rollwagen, an dem der Tropf hing, war bisschen langsamer als ich und so riss ich mir auf dem Klo den Zugang raus, was ein Blutbad im Bad zur Folge hatte. Glücklicherweise habe ich überhaupt kein Problem damit, Blut zu sehen, was mich jetzt fragen lässt, was Frauen eigentlich machen, die damit ein Problem haben und ihre Tage haben?

Ich hab dann nach den Schwestern geklingelt, die mir dann an der anderen Hand den Zugang neu legten und so konnte ich schlafen gehen.

Am nächsten Morgen kam eine Ärztin rein, begleitet von einer Pressesprecherin, die der deutschen Sprache kundig war. Die Ärztin, übrigens auch noch eine sehr junge, wollte übrigens gar nicht glauben, dass ich nicht hören kann und nach einem Test hat sie es auch endlich geglaubt. Auf meine Nachfrage, wieso sie mir das nicht geglaubt hat und ob die Gehörlosen in der Dom. Republik nicht reden könnten? Sie hat bestätigt, dass diese kaum reden und sich eigentlich nur über die Gebärdensprache
verständigen.

Der Urlaub wurde doch sehr schön trotz des miesen Start und noch heute vermisse ich die wilde Schönheit der Insel!

1 Kommentar:

  1. Vielen Dank für diese doch sehr bildliche Schilderung. Gut zu wissen, dass sich der Urlaub doch noch lohnte.

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