Mittwoch, 28. Oktober 2009

Von Ponitus zu Pilatus - eine Enttäuschung!

Heute war ich also in Augsburg beim Bezirk Schwaben.

Anfangs zeigte man sich ja sehr kooperativ, der zuständige Herr telefonierte sogar mit den Dolmetscherzentralen und dem Bundespresseamt, was mich sehr zuversichtlich stimmen liess.

Und vorhin flatterte mir der Ablehnungsbescheid über die kulturelle Eingliederungshilfe auf den Monitor mit der Begründung, dass eine Notwendigkeit nicht gegeben seie und es von wem auch immer, versäumt wurde rechtzeitig dem Organisator Bescheid zu geben, dass einer notwendig seie und der Umstand, dass alle Dolmetscher die die beim Organisator unter Vertrag stehen, ausgebucht sind, stellt kein Anspruch auf kulturelle Eingliederungshilfe dar.

Ich stelle hierzu fest: Es wurde kein Versäumnis begangen - DADURCH, dass man mich von Pontius zu Pilatus geschickt hat, durch diesen gottverdammten Behördendschungel ist mir ein Zeitverlust entstanden, den ich schon durch mein eigenes Behmühen bestmöglichst gedämmt habe.

Verflucht noch mal! Kann ich was dafür, dass die Dolmis ausgebucht sind, die einen Vertrag beim Organisator? *indieTischkantebeiss*

Fazit: Es muss bessere Informationen für den Bürger geben, WOHIN man sich zu wenden hat, ohne dass man dauernd von A nach B geschickt wird.

Und zweitens: Ich habe einen Anspruch darauf und ich will diesen erfüllt kriegen. Ich seh es nicht ein, warum ich keine Flexibilität an den Tag legen darf, wenn ich mich weiterbilden will - einen Dolmetscher muss man nämlich lt. meinen gehörlosen Freunden und deren Erfahrungen so 3-6 Wochen im Voraus bestellen, was jede Spontantität im Keim erstickt.

Drittens: Ich WERDE trotzdem viel Spaß haben und mich halt weiter in die Thematik einlesen, um die es wahrscheinlich gehen wird und vor allem mich in die allererste Reihe stellen und den Vortragenden darum bitten, langsam und deutlich ohne Dialekt zu reden.

Dann sollte ich immerhin schon 65% an Informationen mitkriegen.

Schade um die 35% Informationsverlust, die dadurch entstehen, dass ich nicht gleichzeitig aufs Objekt und die Lippen des Sprechers gucken kann.

1 Kommentar:

  1. hallo jule

    ja das kenne ich selbst auch zu gut ... habe dafür eine alternative herausgefunden: das durchlesen von ebendieser literatur, welche auf einer vorlesung vorgetragen wird, und das durchforsten nach verwandter literatur. dabei ist mir aufgefallen, dass ich dadurch ein wesentlich umfassenderes wissen und einen kritischeren standpunkt als meine kommilitionen einnehme. auch nicht schlecht, oder? ;-)

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