Donnerstag, 25. März 2010

Missbrauch an 200 gehörlosen Jungen durch die Kirche in den USA und weitere Fälle in Italien

Die deutschen Mißbrauchsopfer durch die katholische Kirche haben vergebens auf eine Äußerung des Papstes gewartet, der seinen Hirtenbrief ja an die katholische Kirche in Irland gerichtet hat.

Und nun hat die hochangesehene New York Times aufgedeckt, dass der damalige Kardinal Joseph Ratzinger, der heutige Papst Benedikt, einen Mißbrauch gedeckt hat an 200 gehörlosen Jungen!

Der Artikel in der New Yorker Times zum Anklicken !

Nun ist auch ein Artikel in Deutsch erhältlich auf Focus zum Anlicken!

Update: Nicht nur in den USA wurde sexueller Mißbrauch durch die Kirche an gehörlosen Jungs bekannt, sondern jetzt auch in Verona, Italien.

Mißbrauch in Verona, Italien an Gehörlosen


Der Verfasser des Artikels hat ganz richtig erkannt, dass Gehörlose bei einem Mißbrauch schutzloser als andere sind, weil sie sich schwerer ausdrücken können und zudem noch jemanden brauchen, dem sie vertrauen und IHRE Sprache spricht.

Laut einer Statistik rufen mißbrauchte Kinder im Schnitt 8 x um Hilfe, bevor sie erhört und ernstgenommen werden. Wie oft haben die gehörlosen Schützlinge der Kirche wohl um Hilfe gerufen?

Update vom 27.03.10: Drei der italienischen gehörlosen Mißbrauchsopfer traten im italienischen Fernsehen auf und einer von ihnen verweigerten dem ebenfalls eingeladenen Prälaten des Bistums den Handschlag mit der Begründung, dass er es nicht über sich bringe und sie würden nichts anderes als Gerechtigkeit wollen.

Mit welcher Begründung hat die Kirche übrigens ihre Untätigkeit erklärt? Sie sagte, sie hätte nicht gewußt, wie sie die mutmaßlichen Opfer erreichen hätten können für die angeordnete Befragung, obwohl die Opfer alle Mitglied des Gehörlosenvereins von Verona sind.

Die Gehörlosenwelt ist zudem noch sehr klein - hätte man nur ein Opfer auch ohne den Gehörlosenverein gefunden, hätte man zudem alle Opfer ausfindig gemacht aufgrund der Tatsache, dass man sich eben mehr oder weniger kennt in der Gehörlosenwelt über viele Ecken.
Diese Vernetzung ist jedem bekannt, der sich mit der Gehörlosenwelt beschäftigt hat, also war das auch der Kirche bekannt, womit ersichtlich wird, dass die Kirche so oder so nicht nach den Opfern suchen wollte und somit auch nicht befragen...

Mißbrauchsopfer treten im italienischen Fernsehen auf

1 Kommentar:

  1. Dass der Hirtenbrief erst mal an Irland ging kann man vielleicht besser verstehen, wenn man bedenkt, dass dort bislang rund 30000 Fälle bekannt sind und in Deutschland "nur" 250. Wie gesagt, bislang. Grundsätzlich haben aber alle Opfer klare Worte und vor allem endlich mal Taten verdient.

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