Montag, 29. März 2010

Sexueller Mißbrauch an Gehörlosen - alles nur Geschwätz für den Papst?

Auch das Informationsportal für Gehörlose, der "Taubenschlag" zeigt sich empört über die bekannten Mißbrauchsfälle an Gehörlosen durch die katholische Kirche.

Hier kann man übrigens den Blogbeitrag dazu lesen: Mißbrauch an 200 gehörlosen Jungen

Erschreckend war aber für mich, dass ich mit meinem Gedanken richtig lag, dass Murphy aus den amerikanischen Mißbrauchsfällen BEVORZUGT gehörlose Opfer ausgewählt hat, deren Eltern hörend waren, da diese wegen der wahrscheinlich vorliegenden Kommunikationsprobleme weniger in "Gefahr" liefen, etwas zu verraten.

Eine Studentin der Gallaudet-University hat inoffiziell unter den Opfern herumgefragt und kam auch zu diesem Schluß, dass diese doppelte Schutzlosigkeit die Opfer erst recht zu Opfern gemacht hat.

Und die Erklärung der Kirche zu den Mißbrauchsvorwürfen und dem Mitwissertum des Papstes? Es sei eine Verschwörung gegen den Papst und gegen die Kirche überhaupt im Gange von gewissen Elementen ausgelöst. Na, sicher! Die Opfer haben jetzt alle angefangen zu reden und sahen, dass sie nicht alleine sind mit den Vorwürfen, was eine Lawine ausgelöst hat.


Da fällt mir just was ein: Ein gehörloser Bekannter von mir war in einem katholischen Internat untergebracht, damit er zur Schule für Gehörlose gehen konnte. Irgendwann hat er mir mal erzählt, wie streng die Nonnen überhaupt waren mit den Kindern, die hatten überhaupt kein Mitgefühl dafür, dass die Kinder Angst im Dunklen hatten, wenn diese schlafen gehen sollten und weitere solche Kleinigkeiten.

In meinen Augen hat sich die katholische Kirche längst disqualifziert mit der Aussage, dass Kondome gar nicht gegen Aids schützen würden und setzt jetzt noch einen obendrauf, dass die Mißbrauchsvorwürfe nur belangloses Geschwätz seien und übt so einen weiteren Mißbrauch am Mißbrauch selbst.

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