Freitag, 16. April 2010

Der Republica 2010 hätte ich auch gerne beigewohnt...

Sehr gerne sogar, denn alles was ich in meiner Timeline und in Blogs darüber lesen konnte, klang einfach horizonterweiternd!

Aber darauf habe ich verzichtet, weil die Re:publica 2010 eben noch nicht barrierefrei ist bis jetzt und ich es nicht leiden kann, wenn ich im Vorfeld vieles zu organisieren hätte, z.b. hätte ich versuchen müssen, den Vortragenden zu finden und fragen, ob er/sie daran denken kann, langsam und deutlich zu sprechen und mir außerdem einen Platz in der vorderen Reihe zu schnappen. Auch wenn das Cochlear Implantat geradezu als "HörendmachDingens" angepriesen wird und die Vorstellung unter Hörenden davon ist, dass man damit geradezu normalhörend durch das Leben schwebt, weil es ja soviele Erfolgsberichte darüber gibt - mit dem Cochlear Implantat bin ich bestenfalls schwerhörig und über ein freies Hörvermögen ohne Ablesen besitze ich nicht im Umgang mit Stimmen, die mir fremd sind.

Natürlich geht's dort in erster Linie um socializen - Leute kennenlernen eben und Gedankenaustausch, aber auch um das Kennenlernen neuer Ideen in den Vorträgen in einem sehr spannenden Programm übrigens.

Welche Vorträge mich interessiert hätten? Na, z.B. diese klitzekleine Auswahl hier:
"Wie soziale Medien das Fernsehen verändern"von Dr. Benedikt v. Walter & Yousef Hammoudah
"Google, Wikileaks und die Folgen" von Andreas Schmidt & Ralf Bendrath & Stefanie Sifft "Kleines Rechts-ABC für Blogs, Foren und soziale Netzwerke" von Udo Vetter
"Feministische Netzkultur" von Chris Köver & Helga Christina Hansen & Ina Freudenschuß& Rochus Wolff & Svenja Schröder
"Identitätskriege" von Christian Heller
"Sex and the Internet" von Melissa Gira Grant
"Kindernet" (betrifft den Jugendmedienschutzstaatsvertrag) von Alvar Freude
"Liebe ist für alle da" von Teresa Brücker
und einige andere wären sehr interessant für mich gewesen.

Ja und warum nehm ich nicht einfach einen Gebärdensprachdolmetscher mit? Wenn ich eins gelernt habe mit der Organisation eines Dolmetschers für meine politische Bildungsfahrt im November 2009, dann dieses: Es ist ganz schwierig für eine einzelne Person eine Kostenzusage für einen Dolmetscher zu bewilligt bekommen. Natürlich hätte ich mich eventuell mit einigen gehörlosen Personen zusammenschließen können, aber hätte das Intregationsamt verstanden, wie toll und interessant die Re:publica aufgrund ihres Inhaltes war?

Vielleicht werde ich für 2011 mal einen Aufruf starten in der Gehörlosenszene, denn ich habe gehört, dass für 2011 seitens der Organisatoren der Re:publica Livetranskription geben soll. Das wäre verdammt klasse, wenn das tatsächlich realisiert werden sollte und für die Orga habe ich einen heißen Tipp - kümmert euch doch um eine Kooperation mit VerbaVoice, den Spezialisten für Livetranskription für hörgeschädigte Menschen.

Vielleicht sieht man sich ja auf der Re:publica 2011!

1 Kommentar:

  1. Ich würde Dir ja gern auf Twitter folgen. Wie finde ich Dich?

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