Donnerstag, 27. Mai 2010

Neues von der Cyborg-Front

Auf Yuca-Tree fand ich diesen interessanten sowie erschreckenden Blogbeitrag:

http://yuccatree.de/2010/05/mensch-mit-computervirus-infiziert/

Ein britischer Wissenschaftler hat sich einen RFID-Chip implantiert, welcher mit einem Computervirus infiziert war und demonstierte, wie er das Virus an ein externes Kontrollsystem weitergab, welches wiederum andere RFID-Implantate infizieren konnte mit dem Virus.

RFID-Chips
gibt es schon seit Jahren in allen möglichen Einsatzbereichen, der Wikieintrag dazu ist sehr interessant.

Und Enno Park denkt auch ganz folgerichtig weiter - denkt man mal an den Bereich der Medizintechnik, wo es bereits Herzschrittmacher und Prothesen wie z.B. das Cochlear Implantat (CI) gibt, die man bereits in naher Zukunft auch mit RFID-Chips austatten könnte, die dem Ärzteteam erlauben würde, den Status auszulesen oder sogar neu programmieren. Das hätte einen Vorteil: Patienten müssten nicht mehr zur Feinjustierung in die jeweilige Klinik fahren, sondern würden sich einfach aufs Bett legen, während das Ärzteteam den Patienten anfunkt und des Implantat neu justiert, aber auch einen erschreckenden Nachteil: "Woher weiß ich als Patient, dass sie wirklich nur das Implantat neu programmieren?!"

Aber ich bin da vermutlich außen vor, da meine Implantation bereits im Jahre 1994 erfolgte, also vor grauen Urzeiten im heutigen Technologie-Zeitalter, wird mein Implantat höchstwahrscheinlich keinen haben. Natürlich könnte es auch sein, dass man damals schon "vorausschauend" den Implantaten einen solchen Chip verpasst hat.

Not quit like Beethoven und ich hatten neulich eine kurze Unterhaltung nicht nur über unser Dasein als Cyborgs, wobei ich im Laufe des Gesprächs flapsig meinte: "Wir beide haben ja einen Anmachspruch auf dem Lager, der ziemlich exklusiv ist: "Na, schon mal mit einem Cyborg im Bett gewesen?" :-D

Den Spruch hab ich noch nicht gebracht - aber sollte ich vielleicht mal. Natürlich nur, um über das Gesicht des Gegenübers bloggen zu können.

Kommentare:

  1. Das mit dem Cyborg-Spruch würde bei mir nicht zum offenen Mund führen, selbst wenn ich hörend wäre, da ich in meiner Kindheit recht viel Science-Fiction gelesen habe... *g*
    Aber den Gedanken hatte ich auch schon, ich überlege gerade, ob ich das schon einem CI-Träger gegenüber gesagt habe, daß ich einem Cyborg gegenüber stehe.

    Ich habe auch Implantat(e) als Ersatz, weil meine Bänder gerissen waren, bin ich auch ein Cyborg?

    LG Martin

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  2. Hi Martin, laut dem Artikel hier:http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/article7313292/Menschen-mit-Tuning.html

    muss man so konseequent sein und das so einordnen, wenn es um technische Implantate geht.

    Eine Hüftprothese oder ein künstliches Kniegelenk bezeichne ich als eine Prothese im üblichen Stil, da dort etwas nur ausgetauscht wird.

    Aber ein Herzschrittmacher, Retina oder Cochlear-Implantate sind höherwertige Implantate, da das Teil tatsächlich die Arbeit übernimmt.

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  3. Nachdem ich die erste Version meines Kommentars gekillt habe, neuer Versuch :)

    Im ersten Moment habe ich mich beim Lesen etwas ertappt gefühlt: Scheinbar lese ich hier eben weil du nicht hören kannst.
    Dann habe ich ein wenig nachgedacht. Zwar ist das der offensichtliche Grund, aber dahinter steckt noch etwas ganz anderes. Du eröffnest einen anderen, individuellen Blick auf die Dinge. Allein danach suche ich auch meine restliche Lektüre aus.

    Erst die Widerstände, die dich von der Masse oder dem Durchschnitt unterscheiden sorgen meist dafür, dass bestimmte Fähigkeiten besonders ausgeprägt werden und diese Person besonders machen.

    Menschen dagegen, die dich wegen eben einer dieser Eigenschaften ausnutzen gibt es immer, ob nun mit oder ohne Behinderung.

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