Samstag, 17. Juli 2010

Euthanasie-Erinnerungsaktion am 12. Dezember 2010

Am 13. Dezember 1940 wurden in Grafeneck auf der schwäbischen Alb die letzten Menschen aus dem diakonischen Behindertenheim Mariaberg bei Gammertingen vergast und verbrannt.

Die Befehlshaber dieser Aktion haben ab Herbst 1939 zu diesem Zweck das Behindertenheim Schloss Grafeneck bei Münsingen beschlagnahmt. Der Startschuss fiel im Januar 1940 und endete am 13. Dezember 1940.

Die Anzahl der Toten aus Grafeneck, alles Menschen mit seelischer und/oder körperlicher Behinderung, ist genau dokumentiert und beläuft sich auf 10.654. Ingesamt haben die Nationalsozialisten etwas mehr mehr als 70.000 Menschen mit Behinderungen töten lassen.

Am 12. Dezember soll darum in den Herkunftsorten der letzten Opfer eine Erinnerungsaktion stattfinden.

Mehr Informationen finden sich auf dieser Seite:

http://www.spurensicherung.info/

Und wer mehr über die Rolle der Gehörlosen und Schwerhörigen im Nationalsozialismus wissen möchte, dem hilft dieser Blogeintrag von mir weiter:

Gehörlose Zeitzeugen im Nationalsozialismus

1 Kommentar:

  1. Unter dem Titel "Lautlose Welt" hat Maria Wallisfurth das Leben ihrer gehörlosen Eltern beschrieben. http://www.maria-wallisfurth.de/
    Obwohl sie bereits eine hörende Tochter hatten, sind beide zwangssterilisiert worden.
    Auch die Überlebenden haben gelitten!

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