Montag, 11. Oktober 2010

CI-Zwang für gehörlose Kinder?

Soeben las ich im Taubenschlag von einem Brief des Jugendamtes Rastatt an ein gehörloses Elternpaar mit einem stark schwerhörigem Kind. Der Verdacht auf Kindeswohlgefährdung läge vor.

Schön, wenn das Jugendamt sich so engagiert zeigt, aber liegt überhaupt eine Kindesmisshandlung oder gar Kindesmissbrauch vor?

Nein, der Grund für die Vorladung zu einem Gesprächstermin mit dem Jugendamtes ist: Die gehörlosen Eltern wollen nicht, dass ihr Kind mit einem Cochlear Implantat versorgt wird.

Das Jugendamt hat die Befürchtung, nein eher die Einstellung, dass es zu einer Kindeswohlgefährdung kommt, wenn Eltern ihrem stark schwerhörigem Kind eine Möglichkeit vorenthalten zur gesprochenen Sprache zu kommen (hier insbesondere durch die Versorgung mit einem Cochlear Implantat.

Einladung des Jugendamt Rastatt an die gehörlosen Eltern zum Anklicken.

Herr Bertsch, Funktion wird mit k geschrieben, dies nur mal nebenbei. Und es interessiert mich, warum das Kindeswohl gefährdet sein soll, wenn die Eltern kein Cochlear Implantat für ihr Kind wünschen?

Vielleicht haben Sie aber auch den Artikel von Müller und Zaracko gelesen: "Haben gehörlose Kleinkinder ein Recht auf ein Cochlear Implantat?" (PDF zum freien Download)
In diesem PDF wird ganz unverholen davon gesprochen, dass der Staat in die Erziehung gehörloser Eltern eingreifen solle, wenn diese ihr Kind NICHT mit einem CI versorgen lassen wollen, da das Kind als Träger eigener Grundrechte Anspruch auf den Schutz des Staates hat.

(Meine Meinung zu Müller und Zarackos Thesen übrigens: Okay, aber JEDES Kind, egal ob behindert oder nicht, hat auch ein RECHT auf eine vernüftige Schulpolitik, die einen nicht bremst, sondern fördert. Hier gibt es übrigens den ausführlichen Blogeintrag mit meiner kompletten Meinung zum lesen: TV-Bericht über das Cochlear Implantat)

Soweit die Theorie bei Müller und Zaracko - einer sehr gefährlichen Theorie übrigens, die jetzt im aktuellen Fall traurige Gewissheit werden könnte: Stellt das Jugendamt im Gespräch fest, dass die Eltern die CI-Versorgung ablehnen, so könnte das Jugendamt das als Kindeswohlgefährdung festlegen und das Kind mit der Polizei zur CI-Operation abholen. Oder schlimmer noch: Sie entziehen den Eltern komplett das Sorgerecht.

Die Drohung mit dem Sorgerechtentzug ist übrigens kein Einzelfall - im Jahr 2009 wurde einem gehörlosen Paar mit einem gehörlosen Kind mit Sorgerechtsentzug gedroht, wenn sie ihren Sohn nicht meinem Cochlear Implantat versorgen würden. Die Eltern haben sich erfolgreich dagegen wehren können, jedenfalls las ich nichts mehr von weiteren Erpressungen seitens des Jugendamtes.

2006 nahm übrigens einer gehörlosen Mutter mit einer leichten Lernbehinderung 3 Tage nach der Geburt ihren Sohn weg. Bis heute konnte man keine Familienzusammenführung erzwingen, die Mutter hat jedoch regen Kontakt mit ihrem Sohn - sie hat übrigens 2008 geheiratet und ein weiteres Kind bekommen, welches sie übrigens behalten durfte. Es muss hier die Frage erlaubt sein, warum sie das erste Kind nicht behalten durfte, aber das zweite schon?

Wenn das Jugendamt Rastatt doch tatsächlich ernst machen sollte, dann wird das ein gefährliches Verbanquespiel, da man mit so einem Urteil gehörlose Eltern praktisch entmündigt.

Das geht aber wirklich nicht mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz Hand in Hand, worin ganz klar steht, dass niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden darf.

Ich bin gespannt, wie dieser Fall ausgehen wird und nach dem 19. Oktober werden wir mehr wissen.

Gehörlose Menschen sind übrigens nicht gefährdeter als andere Menschen, denn das Gehirn hat sich neu verdrahtet und kompensiert den Hörverlust durch ein besseres Sehvermögen aus.

Gehörlose können ihr Gehirn neu verdrahten!

Aus diesem und diversen anderen Gründen kann ich also den Verdacht auf Gefährdung des Kindeswohl keinesfalls nachvollziehen.

Kommentare:

  1. Mal schauen, ob Deine Kommentarfunktion wieder läuft -vorhin tat sie´s nicht. ;-)

    Also, liebe Jule - schon richtig, Funktion wird mit k geschrieben, aber ein Tippfehler kann einfach mal passieren und heißt nicht, daß der Betreffende sich mit der Orthographie nicht auskennt. ;-)

    Ansonsten....
    meiner persönlichen Einschätzung nach liegt der Sachverhalt z.Zt. wie folgt:
    Dem Jugendamt liegt eine Anzeige der Eingliederungshilfe vor. Macht die Sache natürlich für letztere nicht besser, denn auch da hat eine Behörde sich Scheiße und diskriminierend verhalten. Ist aber eine andere als die bislang beschuldigte.

    Das Jugendamt muß dem erstmal nachgehen - gerade zur Zeit, wo jegliche Untätigkeit von der Öffentlichkeit und den Medien mit Argusaugen verfolgt wird. Nach derzeitiger Lage vermute ich, daß der Sachbearbeiter einfach ermitteln muß und sich vielleicht tatsächlich (da er selbst nicht viel über Gehörlose und Gebärdensprache weiß) erst einmal ein Bild von den Lebensumständen des Kindes machen will.

    Das eigentlich Schlimme ist gegenwärtig, daß die Eingliederungshilfe Rastatt das CI da durchboxen will. Bitte auf den Jugendamtsmitarbeiter nur dann schießen, wenn der zur selben Einschätzung kommt.

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  2. Du kannst die Argumentation nicht nachvollziehen?
    Hallo?
    In der Welt wird hauptsächlich über gesprochene Sprache kommuniziert.
    Akustische Wahrnehmung ist ENORM wichtig für das Sozialleben.
    Das reflexartige die-wollen-uns-zwingen-also-sind-sie-böse-Verhalten gegenüber diesem Jugendamt kann ich nicht nachvollziehen.
    Was, bitte, spricht denn definitiv GEGEN ein solches Implantat?

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  3. Heieiei, das ist ein ganz kniffliges Thema...

    Nur so viel: Das Procedere des Jugendamts ist zunächst nicht zu beanstanden. Im Gegenteil. Es ist verpflichtet, Hinweisen, die eine mögliche Kindeswohlgefährung anzeigen, nachzugehen. Es hat einen Hinweis bekommen (von wem auch immer) und geht diesem nach.
    Es stimmt nicht, daß das Jugendamt über einen Sorgerechtsentzug entscheidet. Das ist Aufgabe des Familiengerichts. Lediglich bei "dringender Gefahr" kann das Jugendamt eine Inobhutnahme durchführen, muss sie aber nachträglich legitimieren lassen. (§ 8a Kinder-und Jugendhilfegesetz (SGB VIII).

    Medizinisch kann ich CI überhaupt nicht beurteilen, genaus so wenig wie die Damen und Herren in den Jugendämtern.

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  4. @Gerhard Torges:
    Was definitiv gegen ein Implantat spricht, ist hier meiner Auffassung nach nicht die Frage.
    Fakt ist, daß gehörlose Eltern hier offenkundig gut mit ihrem Leben zurechtkommen und für ihr Kind keine Implantierung wünschen.
    Dem Wunsch ist, finde ich, Rechnung zu tragen, zumal es echt nicht unmöglich ist, auch ohne hauptsächliche Verwendung der Lautsprache sein Leben gut zu meistern. Es gibt eine Menge Beispiele, wo Gehörlose (ohne CI) studiert haben etc.

    Die Frage hier wäre: Was spricht zwingend für ein Implantat?
    Und darauf lautet die Antwort meiner Meinung nach: Zwingend? Nichts.

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  5. Ich bin taub und nicht blöd, und das ohne CI.
    Die Intelligenz sitzt im Hirn und nicht im Gehör.
    Och, warum gibts soviele dumme Hörende, woran lags? Hätten die CI bekommen müssen? Ich schmeiss mich weg..aber wie!

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  6. Liebe Jule,
    liebe Leser und Kommentatoren.

    Ich muss mich erstmal anschließen: Das Jugendamt geht rechtlich den richtigen Weg. Es ist in erster Linie beruhigend, dass es sich überhaupt kümmert - das es das so drastisch tut, und Kindern ihren Eltern in anderen Fällen deswegen aus der Obhut genommen wurden finde ich fragwürdig, kann ich aber, ohne die Sachlage zu kennen, nicht beurteilen. Ebenso wenig wie all die anderen hier.

    Schade, dass die Diskussion hier wieder in ein "Pro oder Contra Hören" ausgeartet ist.

    Fakt ist doch allerdings, und das sollte man sich mal vor Augen halten: Wenn ein Kind mit einer anderen Beeinträchtigung (wie beispielsweise einer starken Gehbehinderung - nur als theoretisches Beispiel mal jetzt) in einem Umfeld aufwächst in dem es mit dieser Beeinträchtigung gut zurecht kommt, es aber dadurch in dem Umgang mit seiner Umwelt stark eingeschränkt würde - würde ein Arzt bzw. das Jugendamt ebenfalls möglicherweise zu Maßnahmen greifen um dem Kind die Voraussetzungen zu ermöglichen, die es für einen 0815/ Kindesweg braucht. Damit meine ich: öffentlicher Kindergarten, Grund- und weiterführende Schule.

    Niemand hier - oder als Mitarbeiter in dem Jugendamt - unterstellt, dass nicht hörende Menschen dumm seien oder ähnliches. Ich finde es schade, dass einige Diskutanten gleich mit solchen Argumenten auffahren müssen, die gar nicht so gemeint waren und so auch nicht zur Sprache kamen.

    Nehmen wir mal an, wir hätten ein Kind (ich bin kinderlos, nehme nun aber den theoretischen Fall an), dass nur mit einem Arm geboren worden würde. Sicher, käme es damit gut zurecht und auch sein anderer Arm wäre stärker ausgeprägt und es hätte einen geschärften Gleichgewichtssinn auf dem linken Ohr, aber - würden wir uns als Eltern nicht wünschen, dass das Kind, so an dem Leben teil nehmen kann, wie es für das Kind am unbeschwertesten ist?
    Ich würde mich in diesem Fall auch für eine Armprothese aussprechen.
    Deswegen kann ich die Befürwortung eines Implantates gut nachvollziehen.

    Jedoch muss ich sagen, dass ich mich mit den genauen Begebenheiten des CI Implantates nicht auskenne - ebenso wenig wir wahrscheinlich die Sachbearbeiter im Jugendamt der Stadt Raststatt.

    Darüber hinaus ist wie gesagt zu erwähnen, dass das JA den Eltern das Sorgerecht nur unter bestimmten Voraussetzungen entziehen kann - und dazu müsste eine akute Kindeswohlgefährdung vorliegen die eine Inhobhutnahme (gem. § 42 a SGB VIII) rechtfertigen würde. Dazu müsste Leib und/oder Leben des Kindes bedroht sein.
    Nun weiß man aber in dem konkreten Fall auch nichts darüber, wie sich die Eltern in der Kooperation mit dem JA verhalten haben.

    Deswegen sollte man den Fall nicht einfach anhand der oben genannten Fakten bewerten und dann wegschauen, sondern auch den zu erwartenden Titel und dessen Begründung abwarten.

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  7. @anderer anonym:
    Vielleicht liegt´s an fehlender Aufklärung durch Euch. ;-)

    Klar,die Intelligenz sitzt im Gehirn - aber sie muß gefördert werden. Natürlich hast Du recht, das geht auch mit Gebärdensprache, aber das wissen halt viele nicht, weil es ihnen nie jemand gesagt hat.
    Die versuchen da eine Form von Empathie zu entwickeln und sich in die (vermeintliche) Situation der Gehörlosen reinzuversetzen:
    Was wäre wohl, wenn ich jetzt nie hätte hören können?
    Das ist per se nicht schlecht, es kommt nur zu einem falschen Ergebnis.

    Ich beziehe mich ja nicht gern auf diesen unsäglichen Müller-Zaracko-Aufsatz, von wegen "haben Probleme im Beruf und mit der Partnerwahl" und was weiß ich noch alles - ist aber wohl etwas, was "da draußen" noch in ziemlich vielen Köpfen rumspukt, weil die meisten einfach nie Kontakt zu Gehörlosen bekommen.

    Nimm es als ein Betätigungsfeld für Euch. ;-)
    Jule ist da ja schon ein vorbildliches Beispiel.

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  8. @die mutti
    "Wenn ein Kind mit einer anderen Beeinträchtigung (wie beispielsweise einer starken Gehbehinderung - nur als theoretisches Beispiel mal jetzt) in einem Umfeld aufwächst in dem es mit dieser Beeinträchtigung gut zurecht kommt, es aber dadurch in dem Umgang mit seiner Umwelt stark eingeschränkt würde - würde ein Arzt bzw. das Jugendamt ebenfalls möglicherweise zu Maßnahmen greifen um dem Kind die Voraussetzungen zu ermöglichen, die es für einen 0815/ Kindesweg braucht. Damit meine ich: öffentlicher Kindergarten, Grund- und weiterführende Schule."

    Ähm ich glaube da bist du zu optimistisch ;)
    Ich bin seit Geburt gehbehindert und hatte im Kindesalter deshalb auch 2 OPs - da kam kein Jugendamt auf die Idee meine Mutter dazu zu zwingen (es war eine Sehnenverlängerung), nach der OP war ich immer noch nicht gesund aber ich konnte besser laufen. Ohne hätte ich sicher schon früher im rollstuhl gesessen - aber das Sitzen im Rollstuhl scheint gesellschftlich akzptierter als gehörlos zu sein scheint mir.

    Nun aber zu dem was ch eigentlich sagen wollte, meine Mutter musste damals wirklich sehr kämpfen damit ich überhaupt auf eine Regelschule durfte, das Schulamt und das Gesundheitsamt wollten mich lieber in einer Sonderschule sehen - obwohl ich keine geistige Behinderung habe.
    Ohne engagierte Lehrer und einen Rektor der damals sagte er macht das hätte ich auf die Sonderschule gemusst.
    Das selbe Spiel auch wieder nach Abschluss der Regelgrundschule - von Seiten des Amtes hätte man mich lieber auf der Sonderschule gesehen die als Abschluss nur einen Hauptschulabschluss anbietet - und das obwohl ich eine Gymnasialempfehlung hatte.
    Auch da habe ich dem Rektor der Realschule sehr viel zu verdanken.
    Natürlich hatte ich auch Probleme in der Schule, die Klassenwechsel über mehrere Etagen waren anstrengend und durch meine schlechtere Feinmotorik war ich im Schreiben etwaw langsamer als alle andern.
    Das ließ sich aber gut bebehen, Mitschüler halfen die Tasche zu tragen, der Hauptklassensaal war im Erdgeschoss und der Mathelehrer gab mir ganz unkompliziert 10min mehr Schreibzeit für die Arbeit. (wg den Zeichnungen war ich da deutlich langsamer)
    Ich habe dann noch mein Abi gemacht (freiwillig an einer Schule die nur Körperbehinderte und "Normalos" aufnimmt), eine Ausbildung auf dem freien Arbeitsmarkt gemacht und studiere nun an einer ganz normalen Uni.

    Wäre es nach den Ämtern gegangen säße ich mit Hauptschulabschluss sicher in irgendeiner Behindertenwerkstatt und würde Kugelschreiber zusammenbauen oder irgendwelche Dinge eintüten.

    Und ich las letztens erst einen Artikel in dem stand das jmd der Besuch der weiterführenden Schule verwehrt wird weil man meint sie käme dort nicht zurecht - obwohl sie und die Eltern es sich zutrauen.
    Sich darauf zu verlassen dass die Ämter da das Beste wollen halte ich für sehr optimistisch ;)

    Der Vergleich zwischen Prothese und CI hinkt mE etwas, eiine Prothese benötigt keine OP und hat nur bedingten Erfolg.
    Was wäre wenn dein Kind beide Arme/Häände hat aber eine Hand nicht nutzen kann weil die Sehen dort so stark verkürzt sind, die andere kann es aber normal nutzen. Würdest du dann einer so zügig zustimmen wie vorher der Prothese? Mit dem Wissen dass die OP für dein Kind sehr schmerzhaft und auch lange wird und dass der Erfolg nicht gesichert ist?!
    Und vor allem würdest du wenn du die OP nicht machen lassen wollen würdest als jemand gelten wollen der das Kindeswohl gefährdet?

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  9. Hallo @lachgas,

    vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag.

    Um die wichtigste Frage direkt zu beantworten: Ich denke ich würde auf in dem von die geschilderten Fall für eine OP stimmen - ja, auch wenn es sicherlich ein öanger und schmerzhafter Weg wäre - aber ich vermag mir nicht auszumalen, wie lang und schmerzhaft auch das subjektive Empfinden des Kindes sein könnte (wir bleiben mal im Konjunktiv) wenn es mit der starken Verkürzung sein Leben bestreitet und deswegen eine Hand gar nicht benutzen kann, oder - wie es nicht unwahrscheinlich ist: auf Grund der beeinträchtigung mit starken Vorurteilen ins Leben starten muss.
    So etwas würde ich mir für mein Kind nicht wünschen. Auch wenn es nun etwas platt klingt, würde ich dann eher für ein "Ende mit Schrecken", als ein "Schrecken ohne Ende" plädieren.

    Ich würde aber nicht urteilen, dass jemand, der das nicht tut seinem Kind einer Kindeswohlgefährdung aussetzt. Schließlich gibt es glücklicherweise in den letzten Jahren sehr positive Entwicklungen im Bereich barriererfreien Lebens für Menschen, die ein körperliches Dezifit (und das soll nicht abwertend gemeint sein das Wort) haben.

    Jedoch würde ich auch hier sagen, dass der Vergleich zum Gehör als ein Sinnesorgan (welches jetzt nicht wie bei Armen oder Beinen mir einem zweiten auszugleichen wäre) etwas unrund ist.

    Besten Gruß.

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  10. @Gerhad Torges
    Wie bitte ?
    Hast du die Risiko des CI-Implant gelesen?
    Und CI macht die Sache auch nicht besser.
    Ich lebe ohne CI ganz gut damit und,
    hast du auch die Taubenschlag.de gelesen?
    Oder bitte hast du dich in Gehörlose hinversetzen zu können ?

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  11. naja, heikel ist es schon...bin taub und trage ein CI...aber wenn ich Kinder bekäme, wüsste ich wirklich nicht, ob ich einer CI-OP zu stimme, weil ich mal in einer Identität-Krise war -> zwischen Gehörlosen- und Hörenden-Welten. Ich verstehe die Leute nicht, warum man die Kinder zur einer CI-OP zwingen muss. CI kann kein natürliches Gehör zurückbringen, denn das Kind bleibt für immer behindert aufgrund der Sprache und das Verstehen. Egal, ob ich einen CI anhabe oder nicht, das schreckt oft die Hörenden ab um mit uns, also Hörgeschädigten zu sprechen!!! Eine Bekannte bekam auch Ärger mit dem Jugendamt wegen der Ablehnung des CI-OPs für ihr Kind, obwohl die ganze Familie schon immer taub ist und damit auch super ohne CI zurechtkommt!!!

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  12. Anonym hat "taub" gesagt...

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  13. Es geht hier meiner Meinung nach nicht darum, das Für und Wider eines CIs zu bewerten, sondern dem einzelnen Menschen oder seinen Eltern, wenn er/sie noch minderjährig ist, die Selbstbestimmung und Kompetenz für die Entscheidung für oder gegen ein CI zu überlassen und nicht einem Amt, Gericht oder Arzt. Niemand darf in einem demokratischen Land wie Deutschland zu einer nicht lebensnotwendigen OP gezwungen werden.

    hörende Mutter eines tauben Kindes ohne CI

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