Mittwoch, 13. Oktober 2010

Längst überfällige Vorstellung von Peter Hepp!

Ich dachte, ich hätte längst etwas über Peter Hepp berichtet, aber ich mußte zu meiner eigenen Verblüffung sehen, dass ich das nicht tat, obwohl dieser Mann längst einen Blogeintrag verdient hätte!

Peter Hepp ist der erste taubblinde Diakon Deutschlands und als Seelsorger in seiner Gemeinde in Rottenburg-Stuttgart tätig.

Taub geboren verliert Peter im Erwachsenenalter immer mehr sein Augenlicht bis zur völligen Erblindung, was ihn zur Verzweiflung bringt und ihn mit dem Gedanken an einen Selbstmord konfrontiert, den er aber nicht ausführt.

Um nicht ganz abgeschnitten von der Welt zu sein, lässt er sich ein Cochlear Implantat einsetzen, was entscheidend für seinen Lebensweg sein sollte, aber nicht im Sinne von "Plötzlich hörend!" sondern er verliebt sich unsterblich in seiner Rehabilitation nach der Operation in seine Sprachtherapeutin Magherita, die sich ebenfalls in ihn verliebt. Zusammen hat das Ehepaar Hepp 2 Söhne und sind eine glückliche Familie. Die Kommunikation läuft über das Lormen oder das Erfühlen der Fingerstellung der Gebärden des Gesprächspartner.

Aufgetreten sind sie bereits mal vor Jahren bei Kerner anlässlich seines Buches: "Die Welt in meinen Händen". Bei dem Auftritt war Margherita übrigens hochschwanger mit dem zweiten Sohn.

Und im Taubenschlag fand ich einen richtig schönen Artikel über Peter Hepp und seine Familie:

Wenn einem Hören und Sehen vergeht
- der Artikel ist von Michael Ohnewald und erschien in der Stuttgarter Zeitung.

Peter Hepp ist einer der Menschen, die einem im Gedächtnis haften bleiben.

Kommentare:

  1. Ja, ein toller Mann, wie er nach einigem Hadern mit der Erblindung sein Schicksal und sein Leben in die Hand genommen hat.
    Habe sein Buch "Die Welt in meinen Händen" gelesen und war beeindruckt.

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  2. Apropos Peter Hepp, da musste ich spontan an Helen Keller denken. Ich weiß nicht, ob Du den Link schon kennst:

    http://www.youtube.com/watch?v=Rqzm1JFdc6g&feature=related

    Hier gibt es den kompletten Film "The Miracle Worker" mit Untertiteln. Ein Klassiker. Lesenswert natürlich auch Helen Kellers Biographie "The Story of my life".

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