Dienstag, 9. November 2010

Jung, behindert und im Altersheim

Soeben las ich einen beänstigenden Artikel in der Welt-Online, was in Deutschland passiert, wenn du jung, behindert bist und auf Pflege angewiesen bist: Du gilst als austherapiert und landest in nem Altersheim.

Grund? Kommt die Kommunen billiger.

Und es ist ziemlich egal, wie jung du bist: Im Artikel kann man von einem Zwillingspärchen lesen, dass direkt GLEICH nach der Geburt vom Krankenhaus ins Altersheim ziehen sollte, was sich aber mit dem Tod der Kinder erledigte.

Dabei weiß auch der Laie, dass solche Kinder eine kompetente Betreuung brauchen, damit sie trotz des Handicaps möglichst selbstständig durchs Leben kommen, nur wird das offenbar in der Realität nicht gewollt.

Hier ist übrigens der Welt-Online-Artikel:

Behörden schieben junge Behinderte ins Altersheim

Kommentare:

  1. Wobei die Heimpflegeplätze für solche jungen Leute auch verdammt teuer sind. Alten- und Pflegeheime kosten nämlich auch mehrere tausend Euro im Monat. Nur daß ältere Leute, die ins Heim kommen, erstens Renten/n beziehen, die sie zur Kostendeckung einsetzen müssen (manchmal auch Vermögen) und daß die Pflegekassen (wenn es nicht gerade ein Pflegestufe-Null-Fall ist) ein wesentlich höheres Pflegegeld. Dadurch reduzieren sich die offenstehenden Kosten natürlich.

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  2. Mann, das ist richtig krass.

    Mein Cousin ist schwer behindert und lebt seit über einem Jahr in einer betreuten Wohngruppe. Seine Mitbewohner sind alle etwa in seinem Altern (Anfang 20) und er fühlt sich sehr wohl dort.

    Da macht man sich so gar keine Gedanken, dass es auch Behinderte gibt, die es nicht so gut haben.

    Erschreckend...

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