Mittwoch, 19. Januar 2011

Deutschlandfunk berichtet über das Hören mit einem Cochlear Implantat

und merkt an, dass nur 30% des Gesagten von den Lippen ablesbar ist, wobei es im Deutschen noch einen höheren Schwierigkeitsgrad gibt - ablesbar sind dort nur 15% des Gesagten. Das steht auch so in Wikipedia: Lippenlesen in Wiki

Bericht im Deutschlandfunk

Das liegt daran, dass es im Deutschen sehr ähnliche Wörter gibt, die das gleiche Mundbild haben, wie zum Beispiel: hat sich - achtzig, Greifen-Reifen, Butter-Mutter, die aber alle eine unterschiedliche Bedeutung haben.

Darüber bloggte ich auch schon mal: Lippenlesen - wie funktioniert das wirklich?

Neulich bei einem gemeinsamen Spaziergang in der blauen Stunde sagte man zu mir, dass man noch bei der Schneiderei vorbeischauen müsste auf dem Weg zu mir und ich verstand aber: "Schreinerei" und fragte ganz dumm nach: "Brauchst du wieder Brennholz?" Gelächter. Dann klärte sich auch das Mißverständnis auf. :-)

Spontan fallen mir nur noch 2 Wörter, welche sich vom Ablesen her sehr ählich sehen, aber völlig gegensätzliche Bedeutungen haben: "Tomate - Dummheit".

Aber warum berichte ich eigentlich über den Bericht im Deutschlandfunk? Die liefern euch ein Hörbeispiel dafür, wie sich das Hören mit dem Cochlear Implantat so anhört.
Und der WDR liefert bei Quarks&Co auch ein Hörbeispiel und hier der gleiche Beitrag als Web-TV mit Untertiteln: Wie Natalie hören lernte

Was sagt ihr denn zu den Hörbeispielen?


Kommentare:

  1. Schade, dass es nicht geklappt hat - ist vielleicht doch wieder ein Beispiel dafür, wie Hörer und Zuseher - nicht nur Gehörlose - immer noch von den vorgeblich klassischen Medien behandelt werden; dass heisst, nicht der Nachfrager, sondern der Anbieter BESTIMMT, wies gemacht wird!

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  2. Das Hörbeispiel ist beim WDR Quarks bei 31:00.

    Wenn sich das so anhört ist das wirklich erstaunlich gut.
    Das Hörbeispiel ist natürlich nur eine Stimme, wäre interessant wie das mit Hintergrundgeräuschen ist.

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  3. letzendlich bleibt es dabei, dass so ein cochleaimplantat ja schon eine feine sache ist. trotzdem bleibt sehr fraglich, ob jemals allen gehörlosen menschen geholfen werden kann und für diese wird es natürlich zunehmend immer schwieriger.

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  4. Ich fand die Sendung sehr interessant. Auch, weil da wieder der Unterschied zu sehen war, wenn ein Kind von Anfang an die Möglichkeit hat, in einer Schule mit hörenden Kindern aufzuwachsen.
    Das Hörbeispiel fand ich anstrengend. Mir fällt es ohnehin schwer, Geräusche von einander zu unterscheiden. Ohne den Satz zu kennen, war es für mich nur ein seltsames Flirren, bei dem eine Computerstimme zu erahnen war. Danach war es dann zu erkennen, klar, mein Kopf baute sich das zusammen. Aber es klang für mich immer noch unangenehm und irgendwie schrill, muß ich gestehen. Wisst ihr, ob es so mechanisch durch das Implantat tatsächlich klingt oder das an der Fernsehversion lag?

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