Freitag, 14. Januar 2011

Soll ich oder soll ich nicht?

Das Fernsehen hat sich bei mir gemeldet, man wolle einen Beitrag über mich machen und jetzt nach der Rücksprache des Produzenten mit der Redaktionsleiterin überlege ich, ob ich dieser Darstellung zustimme.

Für mein Hauptanliegen, der Barrierefreiheit wird nämlich kaum Platz sein. So war das eigentlich nicht gedacht, denn per Fernsehen kann man ganz schön viele Leute erreichen. Nur werden die geplanten Sendeminuten über den Beitrag wohl nicht dazu ausreichen. Anderseits könnte ich mit der geplanten Darstellung ausloten, ob das per WebTV im Internet ausbaufähig wäre und da könnte ich immerhin alles so gestalten, wie ich es möchte.

Ein Dilemma für mich - mehr als beim SWR-Fernsehbeitrag, denn damals ging's ja nur um den Ableseservice und dort wurde nebenbei die geringe Untertitelquote erwähnt.

Und jetzt? Was soll ich jetzt tun? Der Produzent hat mir die Entscheidung komplett überlassen und betont, dass es ihm wichtig ist, dass ich keine Bauchschmerzen bei der geplanten Darstellung kriege.

Kommentare:

  1. Ich würde es machen, da es deinen Bekanntheitsgrad steigert, und du dann an anderer Stelle mehr Aufmerksamkeit bekommst, wenn du auf Barrierefreiheit eingehst.

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  2. Hallo,

    was soll denn der inhaltliche Fokus des Beitrag denn sein? Letzendlich hast du aber dadurch immer die Möglichkeit, auf dich als Publizistin aufmerksam zu machen. Das ist am Ende vielleicht nicht das, was dir als Optimum vorschwebt, aber schaden wird es sicher nicht.

    Viele Grüße
    Rainer

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  3. Schließe mich den Vorrednern an. Bekanntheit bringt Dir Aufmerksamkeit. Du siehst es ja jetzt schon an den steigenden Besucherzahlen.

    Schaden... Nun, eventuell gefällt Dir nicht alles, was dann über Dich gebracht wird. Umgekehrt stimmt es natürlich, jede Meldung hilft der Publicity. Ob das für Dich so in Ordnung ist, musst Du entscheiden.

    Bin gespannt auf Deine Ideen mit WebTV!

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  4. Pro
    Du wirst bekannter und kannst den Beitrag durch verlinken nutzen, um auch zu anderen Inhalten zu navigieren.
    Contra
    Egal was Du alles sagst, der Beitrag wird letztlich so zurechtgeschnitten, dass er dem Produzenten passt.

    Kommt wohl vor allem darauf an, was Dir Dein Bauchgefühl sagt. Wenn Du nur als Kuriosität vorgeführt werden sollst, lass es bleiben. Wenn es seriös ist, warum nicht.
    lG
    Joachim

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  5. Ich bin durch Zufall beim Abgrasen der Follower meiner Follower auf Dich gestossen. Ich finde Du solltest die Chance ergreifen und ins Fernsehen gehen. Die pure Präsenz kann wunder wirken wenn man später nach Gehör in der Masse verlangt. Wenn Du Dich um die Barrierefreiheit sorgst, beachte, du steckst mitten drin im grossen ganzen aber es gibt Leute die den Wald nicht sehen.
    Das mag sich komisch anhören, aber mach Dich erstmal zur Stimme der
    Lobby die unter hörenden kein Gehör zu finden vermögen

    lG
    @sebahabu

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  6. Das Contra gibt es immer (also zurechtgeschnitten werden), aber mit selbstbewusstem Auftreten (das Du hast, da Du sonst nicht so offensiv in die Medien gehen würdest) kannst Du erreichen, dass der Beitrag auf Dich zugeschnitten wird, also die für Dich relevanten Themen vorkommen. Und der Beitrag dann auch mit Untertiteln gesendet wird ;)

    Gruß Felios

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  7. Liebe Julia,

    mach es auf jeden Fall. Es wird IMMER PRO und CONTRA geben - das weiß ich aus eigener Erfahrung, wenn ich selbst interviewt werde.

    Wichtig ist erstmal, dass du in der Öffentlichkeit präsent bist - sofern du es willst :-)

    Wir Hörgeschädigte - grad, weil wir eine Minderheit sind - müssen stetig Öffentlichkeitsarbeit betreiben - unermüdlich, damit es in den Köpfen langsam, aber sicher einsickert...

    Ganz herzliche Grüße
    von Judith, die Gehörlosbloggerin

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