Dienstag, 13. März 2012

Der Ableseservice bei der EM?

Ich überlege mir derzeit noch, ob ich den Ableseservice bei der EM anbiete, denn im Gegensatz zur WM 2010 gibt es einen Unterschied - ich war damals unbekannt und konnte freier und lustiger von der Leber weg twittern. Außerdem war der Druck nicht so gewaltig, dass bei jedem Close-Up die Nachfrage kommt: "UND? Was wurde da gesagt?"

Während des Ableseservices sind meine Augen eben ständig auf den Fernsehbildschirm gerichtet oder kurz auf dem Laptop, weil ich eben mal mit einem Auge checke, ob der Tweet, den ich da raushaue, auch grammatikalisch völlig korrekt ist.

Es ist wirklich sehr anstrengend, die kompletten 120 Minuten, die so ein Fußballspiel dauert mit dem Vorbericht und dem Nachbericht mit den Augen am Bildschirm zu kleben und alles, was man aufgeschnappt hat, zu vertwittern.

Es ist eine Höchstleistung auf höchsten Niveau, die ich da erbringe und anders als in einer normalen Situation kann ich eben nicht für ein paar Minuten kurz abschalten und mal ruhig zur Entspannung woanders hinschauen. Ich habe ja nicht nen normalen Luxus, dass ich da sagen kann: "Stop! Könnten Sie das noch mal wiederholen?" Nein, es muss gleich sitzen von Anfang an.

Wenn ich Glück habe, dann gibt es eine Wiederholung des Geschehens auf dem Spielfeld oder eben später in der Zusammenfassung, aber das ist eben verzögert und nach dem Spiel eben nicht mehr live.

Lustig ist auch, wenn man sich z.B. ein Bundesligaspiel live im TV anschaut aus Spaß und weil man man weiß, dass ein Freund im Stadion ist und man ihm so einiges per SMS schreibt, was der Trainer oder die Spieler auf dem Feld gesagt haben. Oder wenn er nachfragt per SMS: "War das ECHT ein Abseits?"

Ja, ich mache den Ableseservice gerne, aber ich trage mich grad auch mit dem Gedanken, bei der kommenden EM einige Spiele einfach nur als Fan anzuschauen und damit ganz entspannt zu sein.

Aber schauen wir mal, wie es kommt und ob der Ableseservice bei der EM überhaupt gefragt und gewünscht ist.

Hier ist das Lippenlesen-Spiel, welches ich immer wieder gerne verlinke:


Und durch meinen Kopf huschte gerade der Gedanke, wie entspannt ich den Ableseservice wuppen könnte, wenn ich in der Bildregie sitzen würde und auf einem anderen Bildschirm kurz die Wiederholung laufen lassen könnte.. Hach, das wär was.

Kommentare:

  1. Ich weiß nicht, wie Du normalerweise kuckst. Aber mit Hilfe der meisten DVBT-Stick-Programme kann man ganz leicht einige Sekunden zurückspringen und dann weiterkucken bis ein Moment kommt, wo man den Zeitverlust wieder aufholt.
    Aber generell: den Ableseservice solls natürlich nur dann geben, wenn er Dir Spass bereitet.

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  2. Die Lösung Deines Problems lautet DVBT-Stick oder eine externe Festplatte am Digitalreceiver, dann kannst Du vor und zurückspulen wie Du magst und auch Standbilder machen.

    Ansonsten weiter so!

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