Montag, 2. Februar 2015

Schreckliche "behinderte" Schauspieler.

Taucht in einem Film eine Rolle auf, die eine Behinderung hat, dann kann man zu 98% davon ausgehen, dass

a) Es spielt ein Nichtbehinderter die Rolle mit Behinderung. 
b) Sitzt die Rolle im Rollstuhl, dann kann man so gut wie sicher sein, dass die Person suizidale Absichten hat.
c) gesagt wird, dass man lieber tot wäre als behindert zu sein.
d) gesagt wird, dass es ja so schwierig sein muss für das Umfeld. 
e) Es wird sehr oft eine Wunderheillung gezeigt. 

Es ist nichts anderes als Blackfacing, was da betrieben wird, wenn ein Nichtbehinderter eine Rolle mit Behinderung spielt. Früher war es in Hollywood gang und gäbe, dass Weiße Schauspieler Schwarze in Filmen gespielt habe - das muss nicht unbedingt bedeuten, dass die Rolle des Schwarzen automatisch lächerlich dargestellt wird, denn Blackfacing wird heute noch verharmlost mit: "Aber Blackfacing ist doch, wenn Schwarze als tölpelhaft und doof dargestellt werden." 

Blackfacing ist mehr als das. Blackfacing bedeutete auch schon immer: "Wir halten Weiße für bessere Schauspieler als ihr. Ihr könnt das einfach nicht, was Weiße können. Nicht mal sich selbst spielen, Und Schwarze Menschen gibt es nicht in unserer Mitte - Wir kennen einfach keine Schwarzen Menschen. Ihr könnt nichts. Und es interessiert uns einen Scheißdreck, was Schwarze von dieser Rolle halten würden, wenn sie es unter uns geben würde." 

In einem Satz zusammengefasst: Man blendet das Vorhandensein einer Minderheit aus, weil man die Minderheit nicht in der Mitte der Gesellschaft haben will und die Darstellung sowie Meinung der Minderheit scheißegal ist.

Ein Beispiel für Blackfacing in Deutschland? Oh, mir fallen viele ein: Nehmen wir mal die "Wetten, dass"-Wette mit "Jim Knopf und Lukas." Da wurde dazu aufgerufen, sich wie die beiden anzuziehen und sich das Gesicht schwarz anzumalen. Dazu gibt es eine sehr gute Stellungsnahme des Bundes der Schwarzen Menschen in Deutschland: http://isdonline.de/offener-brief-an-die-zdf-wetten-dass-redaktion-schockiert-ueber-die-saalwette-der-sendung-in-augsburg-14-12-2013/

Didi Hallervorden, den ich übrigens jüngst gesehen habe bei einer Deutschlandpremiere eines Filmes, musste sich völlig zu Recht 2012 Blackfacing vorwerfen lassen, da er an seinem Schlosstheater die Rolle eines Schwarzen mit einem Weißen besetzen ließ, der sich das Gesicht schwarz angemalt hat. Auf die berechtigten Vorwürfe rechtfertigte sich das Theater damit: "Der übliche Spielplan der deutschsprachrigen Bühnen würde die Festanstellung eines Schwarzen Darstellers kaum gestatten."

Diese Rechtfertigung ist sehr lächerlich. Wir haben doch in Deutschland genügend Schwarze Schauspieler, die dafür in Frage kommen und auch schon sehr viel Theatererfahrung haben. Auf Anhieb fallen mir ohne NACHDENKEN gleich zwei Schwarze Schauspieler ein: Pierre Sanoussi-Bliss und Peter Pearce ein.

Was hat Blackfacing nun denn genau mit der Darstellung von Menschen mit Behinderung durch Nichtbehinderte zu tun? Es steckt genau das gleiche menschenfeindliche System dahinter, denn die Besetzung der Rolle mit Behinderung durch einen Nichtbehinderten wird so oft damit begründet: "Leider konnten wir keinen Menschen mit Behinderung für die Rolle nehmen, da der übliche Ablauf an einem Filmset dies nicht zulässt."

Fällt euch jetzt was auf? Es ist systematische Ausblendung und Unterdrückung einer Minderheit und es ist völlig egal, ob man nun von Schwarzen Schauspielern oder Menschen mit Behinderung spricht.

Dabei hätte gerade der Film bzw. das Fernsehen die Aufgabe, Vielfalt abzubilden, damit das Signal in von Inklusion in die Gesellschaft transportiert werden kann.

Falsche Darstellung von Menschen mit Behinderungen in Filmen durch nichtbehinderte Schauspieler, schaden nämlich der Inklusion, da dadurch erst recht Berühungsängste entstehen.

Ich erlebe das auch ziemlich oft am eigenen Leib, wenn ich neue Bekanntschaften mache, fragen 90% der Menschen immer:"Wieso kannst du als Gehörlose so gut sprechen? Neulich war ein Gehörloser im Fernsehen und der hat nicht gesprochen - der konnte überhaupt nicht kommunizieren."

Und das ist schon so eine Art Siphyusarbeit, wenn man dann die Vorurteile und falsche Botschafen des Fernsehens aus dem Weg räumen muss und wieder mal Aufklärungsarbeit leisten muss. Und sehr oft kommt dann zurück: "Ach so ist das! Wenn ich das gewusst hätte, dann hätte ich mich nicht so dumm verhalten/nicht so unwohl gefühlt gegenüber Gehörlosen."

Wie wollen wir als Gesellschaft inklusiv leben und handeln, wenn das Fernsehen ständig durch die falsche Besetzung und Darstellung zeigt, dass Menschen mit Behinderung mitten in unserer Mitte gar keinen Platz haben und nicht mal sich selbst spielen können?

Denkt mal darüber nach. Ich könnte diesen Blogeintrag noch viel länger gestalten, ich werde dies in zwei Teile splitten, auch wenn das ungünstig sein mag an dieser Stelle. Aber es geht darum, zu fragen, warum es in Ordnung ist, wenn Nichtbehinderte Rollen mit Behinderung spielen, obwohl sie nie wissen werden, wie es ist behindert zu sein und das Leben aus der richtig echten Perspektive eines Menschen mit Behinderung zu sehen.

Auch das ist das Problem von diesen Sendungen: "Ich setz mich mal in den Rollstuhl, tu mal so als wär ich blind/gehörlos für einen Tag/Woche." Sie tun nur so, sie bekommen nur einen winzigen Bruchteil mit, aber nicht die Realität. Die Realität ist anders. Und sie ist härter. Und das liegt an unserer Gesellschaft. Nicht an der Behinderung.

Denkt mal darüber nach - welches Signal ihr aussenden wollt, wenn ihr es akzeptabel findet, dass Menschen mit Behinderung im Fernsehen von Nichtbehinderten gespielt werden und falsch dargestellt werden. Inklusion ist nicht, wenn es egal ist, dass Nichtbehinderte Schauspieler Menschen mit Behinderung spielen, sondern Inklusion ist, wenn Menschen mit Behinderung sich selbst spielen und auch mal eine Rolle spielen, ohne dass die Behinderung als "Beipackzettel" mit aufgeführt wird.

Christine Urspruch hat im September 2013 gesagt: "Ich möchte auch mal Rollen spielen, wo meine Behinderung keine Rolle spielt. Also ganz ohne Beipackzettel. "

Ich habe sie dafür nach der Veranstaltung gedrückt, weil ich sie einfach toll finde. Und in der Serie "Dr. Klein" hat sie ja auch sehr gut gezeigt, dass Menschen mit Behinderung auch Rollen spielen können, ohne dass die Behinderung großartig im Vordergrund steht.

Im zweiten Teil von "Schrecklich behinderte Schauspieler" werde ich noch ausführlicher auf die Thematik eingehen, denn ich will keine schrecklich "behinderte" Schauspieler mehr in Rollen mit Behinderung sehen im Fernsehen und Kino.

P.S. Mit Schrecklich "behinderte" Schauspieler meine ich, dass ich es schrecklich finde, dass Schauspieler mit Behinderung so behindert werden, so dass es keine echte Vielfalt abgebildet werden in Filmen. "Behindert" steht hier in Anführungsstrichen, womit ausdrücklich unterstrichen wird, dass ich es nicht als Schimpfwort verwende, da ich es unmöglich finde, wenn man behindert als Schimpfwort verwendet.

Kommentare:

  1. Ausname: Marlee Matlin, die auch mal Rollen spielt, in denen die Gehörlosigkeit nicht das wichtigste Merkmal ist, nur eines von mehreren.
    Was das Blackfacing im Theater angeht, hatte ich neulich ein "Schlüsselerlebnis": Ich war in einer "Pantomime"-Aufführung in England, das ist ein ziemlich klamaukiger, musicalmäßiger Familien-Theater-Spaß um Weihnachten herum, basierend immer auf einer bekannten Geschichte, z.B. Märchen. Bei uns war das "Cinderella". Der Vater der rotblonden Cinderella war indischer oder pakistanischer Herkunft, die Stiefmutter schwarz, ihre Töchter (die von Männern gespielt wurden) wiederum weiß. Auch die gute Fee war schwarz und üppig. Es war keine Botschaft dahinter, es waren halt die Schauspieler, die sie hatten. Niemandem fällt das groß auf. Es ist doch sowieso Theater. D.h. nicht nur spielen zu wenig Schwarze "schwarze" Rollen, vor allem spielen zu wenig Schwarze IRGENDWELCHE Rollen. Und das gilt für Behinderte ganz genauso.

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  2. Ich kann Deiner Argumentation ehrlich gesagt nicht ganz folgen.
    In der Sache bin ich bei Dir, wenn die Rolle eines Rollstuhlfahrers, oder einer Rollstuhlfahrerin besetzt werden muss, warum nicht einen Schauspieler engagieren, der / die einen Rollstuhl nutzt?

    In der Begründung Deiner Forderung beklagst Du dann allerdings mehr die Darstellung von Behinderung in Film und Fernsehen allgemein. Zum einen ist da die schlechte schauspielerische Leistung der nicht-behinderten Darsteller. Das halte ich, ehrlich gesagt, nicht für das wichtigste Argument. Wenn Du Dich in einem Thema auskennst, das in einem Film dargestellt wird, wirst Du das immer bemerken, egal worum es geht. Der Mehrheit der Zuschauer fällt das vermutlich gar nicht auf.
    Ein behinderter Schauspieler, der seit Jahren oder Jahrzehnten im Rollstuhl sitzt, wird vermutlich ähnliche Probleme haben einen frisch Verunfallten zu spielen, der das Rollstuhl fahren gerade erst lernt.

    Problematischer ist da die , von Dir ja auch heftig beklagte, Art wie Behinderung in Filmen dargestellt wird. Entweder geht es um Menschen die sich "trotz Behinderung" tapfer durchs Leben schlagen, oder die verzweifelt und depressiv sind, und sich vielleicht sogar das Leben nehmen wollen. Auf jeden Falls steht die Behinderung bei diesen Figuren immer im Vordergrund.
    So weit, so nervig. Allein, als Begründung für Deine Forderung die Rollen sollen doch bitte von nicht Nicht-Behinderten gespielt werden, taugt dieses Argument wenig. Dafür müssten sich die Geschichten ändern. Letztlich ist genau das ja, was eine Schauspielerin wie Christine Urspruch beklagt.

    Zuletzt bleibt Dein Argument: " Aber es geht darum, zu fragen, warum es in Ordnung ist, wenn Nichtbehinderte Rollen mit Behinderung spielen, obwohl sie nie wissen werden, wie es ist behindert zu sein und das Leben aus der richtig echten Perspektive eines Menschen mit Behinderung zu sehen."

    Auch das Argument steht auf tönerenen Füßen. Eine Person zu spielen, die sie nicht sind, und deren Lebenserfahrungen sie nicht teilen, ist der wesentliche Kern des Berufs eines Schauspielers. Benedict Cumberbatch ist weder schwul, noch ist er ein genialer Mathematiker. Trotzdem wird er zur Zeit für seine Darstellung des britischen Computerpioniers Alan Turing hoch gelobt. Trotz der Schwächen des Drehbuchs durchaus auch zu recht. Deinem Argument folgend, dürfte er die Rolle aber nicht bekommen, weil er nicht schwul ist. Das stellt in letzter Konsequenz den Beruf des Schauspielers komplett in Frage.

    Die Frage muss meiner Meinung nach sein, wann, und unter welchen Umständen, ist eine Rolle behindertenfeindlich ist, und sowohl Schauspieler als auch Autoren und Regisseure müssen sich dringend damit auseinandersetzen, wie man das Thema angemessen und sensibel transportieren kann. Gerade in der Populärkultur, also da wo man Menschen in ihrem Alltag abholt, ist die realistische, und vor allem selbstverständliche Darstellung von Behinderung wichtig und sinnvoll. Das ist, meiner Meinung nach das gewichtigste Argument dafür Figuren mit Behinderungen auch von behinderten Schauspielern spielen zu lassen.
    Zumal das auch einen Effekt jenseits der Geschichten hat: Ein Schauspieler steht ja nicht im luftleeren Raum. Das Ziel sollte sein, dass eine Schauspielerin wie Christine Urspruch auf Filmpremieren genauso von Fans umringt wird, wie ihre nicht-behinderten Kollegen. Und zwar nicht, weil sie "trotz Behinderung geschafft hat", sondern weil die Leute sie für ihre Rollen lieben. Davon sind wir, fürchte ich, allerdings noch ziemlich weit entfernt.

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  3. Ich kann zwar verstehen, dass Du Dir als (nahezu) Gehörlose mehr Öffentlichkeit für behindete Menschen wünschst, aber vielleicht denkst Du mal darüber nach, ob es nicht "einfach" zu wenige Menschen mit - egal welcher - Behinderung gibt, die Schauspieler werden wollen und sowohl das nötige Talent, als auch das nötige Engagement haben. Willst Du tatsächlich eine Vorzugsbehandlung für behinderte Menschen? Bisher habe ich das anders wahr genommen. Blackfacing halte ich eher für einen Kampfbegriff, als für eine tatsächliche bzw. gewollte Diskriminierung (von Schwarzen oder eben Behinderten). Gerne zitiere ich bei solchen Gelegenheiten Hannah Arendt mit einer provokanten, aber nicht ganz abwegigen These/Forderung:

    "Diskriminierung ist ein ebenso unabdingbares gesellschaftliches Recht wie Gleichheit ein politisches ist. Es geht nicht darum, wie die Diskriminierung abgeschafft werden kann, sondern um die Frage, wie man sie auf den Bereich der Gesellschaft, wo sie legitim ist, beschränken kann; wie man verhindern kann, dass sie auf die politische und persönliche Sphäre übergreift, wo sie sich verheerend auswirkt."

    Das ist mE in der Tat etwas, worüber man nachdenken sollte.

    Liebe Grüße
    Fidel

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  4. @Angela: Cindarellas Vater wird von einem Inder/Pakistani gespielt, die Schwiegermutter von einer Schwarzen ... Ist das nicht "Whitefacing"? Farbige können nicht irgendwelche Rollen spielen, weil nur Weiße wissen, wie sich Weiße verhalten!

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  5. Fräulein Holunder8. März 2015 um 21:12

    Grundsätzlich kann ich dir nur zustimmen. Wenn ein behinderter Mensch dargestellt werden soll, sollte nach eine*r Schauspieler*in geschaut werden, die* diese Behinderung hat. Aber die Sache hier ist nicht immer so einfach lösbar wie beim Blackfacing. Eine schwarze Figur ist nie zu Anfang der Gesichte weiß und wird allmählich dunkler. Bei der Darstellung von Stephen Hawkings Krankheitsverlauf braucht es aber einen Schauspieler, der auch zuerst einmal einen jungen, nicht-behinderten Stephen Hawking spielen kann. Und behinderte Schauspieler*innen sollen doch auch weiterhin Nichtbehinderte spielen dürfen, wenn es ihnen möglich ist. Genauso wie z.B. lesbische Schauspielerinnen heterosexuelle Rollen spielen.
    Es wäre allerdings wirklich an der Zeit, dass alle Filmemacher*innen und Theaterleute merken, dass sie keine guten Charaktere erschaffen können, ohne deren reale Vorbilder mit einzubeziehen. Zu viele Figuren werden nur auf Grundlage von Klischeevorstellungen entworfen. Es muss jedoch nicht unbedingt eine trans Frau die Rolle einer trans Frau spielen, wenn Drehbuch und vielleicht sogar auch die Regie von einer trans Frau gemacht werden.

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  6. Danke für den super Artikel!
    Fernsehen scheint in Deutschland (weltweit?) Mehrheitenfernsehen zu sein. Alles, was von der (angenommenen) Mehrheit abweicht, kann marginalisiert werden, möglicherweise sogar behindert werden in der Berufsausübung, wie du es beschreibst, oder auch herhalten für Stigmatisierung. Ich hab vor einiger Zeit einen Artikel geschrieben, weil es mich so zornig macht, wie im TV das Stigma 'psychisch krank' verwendet wird. Hier zu lesen:
    https://wuenschenwollentun.wordpress.com/2013/08/26/126/

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  7. Danke für den hochinteressanten Artikel.
    Fernsehen ist in Deutschland ( weltweit? ) offenbar Mehrheitenfernsehen. Alles, was von der (vorausgesetzten) Mehrheit abweicht, kann marginalisiert werden, möglicherweise sogar behindert werden in der Berufsausübung, wie du es beschreibst, oder auch herhalten für Stigmatisierung.
    Ich hab vor einiger Zeit einen Blogpost geschrieben, weil ich so zornig darüber war, wie im TV das Stigma 'psychisch krank' zutiefst diskreditierend eingesetzt wird. Hier zu lesen:
    https://wuenschenwollentun.wordpress.com/2013/08/26/126/

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  8. Warum muß die Rolle eines Behinderten unbedingt mit einem behinderten Schauspiler besetzt werden? Wäre das zwingend, hätte Dustin Hoffman niemals einen Autisten in "Rain Man" spielen dürfen und Daniel Day-Lewis keinen Schwerstbehinderten in "Mein linker Fuß". Und doch waren diese Darstellungen so gut, daß beide für ihre Rollen den Oscar bekamen.

    Das zeigt, daß es nicht wichtig ist, ob man eine Behinderung hat sondern ob man sie glaubwürdig spielen kann. Schließlich heißt es auch Schauspielerei. Das bedeutet nicht, daß ein Behinderter keine Rollen von Behinderten spielen darf, wohl aber daß er sich der Konkurrenz Nichtbehinderter zu stellen hat. Am Ende sollte allein die Leistung entscheiden, zumal die Behinderung nur ein Teil einer Rolle sein kann. Da stellen sich dann Fragen, wie der Schauspieler Emotionen rüberbringt. Ist er ausdrucksstark? Wie intensiv ist sein Spiel? Und das gilt für alle Schauspieler gleichermaßen.

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  9. Nur dadurch, dass man nichtbehinderte Schauspieler "behinderte Rollen" spielen lässt, kommen diese falschen Darstellungen überhaupt zum Tragen. Eine in der Realität gehörlose Schauspielerin oder eine tatsächliche Rollstuhlfahrerin würden sich ganz sicher weigern, eine so unrealistische Darstellung ihres eigenen Lebens zu spielen und könnten Anregungen geben, wie es besser geht. Ich persönlich rege mich wahnsinnig auf, wenn ich wieder in irgendeinem bestenfalls mittelklassigen 20.15-Uhr-Film sehe, dass Rollstuhlfahrer
    - nicht schwimmen können
    - keinen Sex haben
    - immer eine karierte Decke auf dem Schoß haben
    - (to be continued)

    Echte Rollstuhlfahrer würden sich ganz sicher dagegen verwehren, dass sie so dargestellt werden und es käme nicht zu so vielen falschen Darstellungen.

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